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WALDSCHULE BISSINGEN |
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74321 Bietigheim-Bissingen *
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Projekt
Sternlesmarkt 2004
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am 16.12. 2004 "Stern über Bethlehem - Licht kommt in die Dunkelheit" (Fotogalerie und Bericht) |
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selbst gefertigte Produkte aus dem Technik- und HTW-Unterricht (Fotogalerie und Bericht) |
| (Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken) |
Seit etwa zehn Jahren leistet die
Waldschule mit einem Auftritt von Chor, Orchester und Theatergruppe GS ihren
Beitrag zum
Bietigheimer Sternlesmarkt. Das Besondere in diesem Jahr ist, dass
erstmals verschiedenste Gruppierungen ein Projekt schmiedeten, bei dem
Schülerinnen und Schüler völlig eigene Ideen zur Gestaltung lieferten, die bei
Planung und Durchführung unverändert übernommen wurden.
Der
Inhalt und ein Interpretationsversuch des „Stückes“:
Vier Engel berichten in Gedichtform von Kerzenlicht für Frieden, Mut, Hoffnung
und Liebe und bringen Laternen unter dem angedeuteten Glockenklang zum Lied „Das
Licht einer Kerze“ zum Stern von Bethlehem, von wo aus sein Lichterschein zu den
Menschen getragen werden soll.
Zum Musizieren und Summen von „Der kleine Trommler“ sucht im Schneetreiben ein
kleiner Junge den Stall von Bethlehem und spielt auf seiner Spielzeugtrommel.
Eine Schneefee versucht ihn ironisch zu umgarnen, Menschen gehen zunächst
achtlos und ohne Mitleid an ihm vorüber und bedrängen ihn schließlich so sehr,
dass er stirbt (kein Happy End also).
Die vier Engel erbarmen sich seiner, holen
ihn zu sich und schenken im einen leuchtenden Stern, den er immer wieder dem
Publikum entgegen hält.
nächste Szene
zeigt einen Blinden mit seinem Begleiter, wie sie bei
Fachleuten vergeblich nach Hilfe suchen, bis die vier Engel helfend eingreifen.
Sie spielen Ärzten eine neue Erfindung zu, mit welcher der Blinde sein
Augenlicht zurück erhalten kann. Die Engel bringen mit musikalischer
Unterstützung Licht vom Stern mit Kerzen zu den Akteuren. Dabei wird die dritte Strofe gesungen, die aussagt, dass die Lichtsuchenden nun am Ziel und dankbar
für die Führung durch seinen Lichterschein sind. Diese Strofe wird auch bei den
übrigen Szenen gesungen.
m folgenden leiden zwei Kinder unter ihrer gestressten Mutter. Der Vater ist
arbeitslos und streitet mit der Mutter. Die Engel haben ein Einsehen und
verschaffen ihm einen Job. Die Familie findet wieder zueinander. Die Engel
bringen ihnen das Licht vom Stern über Bethlehem.
Jetzt wird die Geschichte von zwei Jungen vorgetragen, deren allein erziehender
Vater beruflich so belastet ist, dass er sich nicht um seine Söhne kümmern kann.
Aus Verzweiflung schlagen sie einen Jungen zusammen, der sie gehänselt hat, weil
sie keine Mutter haben. Die Engel erkennen das Grundproblem und sorgen für eine
neue Frau und Mutter. Glücklich darüber bereuen die beiden Gewalttätigen was sie
angerichtet haben, entschuldigen sich bei dem verletzten Jungen und helfen ihm
auf die Beine. Grund genug für die Engel, auch dieser Familie das Licht vom
Stern zu bringen.
Als letztes ist eine Familie mit einem Auto unterwegs; ein Paar in zweiter Ehe
mit jeweils der Tochter aus der ersten Beziehung. Beide Kinder sind unzufrieden
mit ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter, weil sie sich nicht erst genommen
fühlen. Im Fond des Autos streiten sie heftig miteinander. Es kommt zu einem
Unfall, bei dem Mutter und Vater ihr Leben lassen müssen. ( wieder kein Happy
End).
Die Kinder weisen sich gegenseitig die Schuld am Tode der Eltern zu und
scheinen unversöhnlich. Einer Freundin der Familie gelingt es schließlich die
Kinder zu überzeugen, dass sie nur gemeinsam und nur dann ihren Schmerz
überwinden können, wenn sie sich vertragen. Sie reichen sich die Hand. Dies ist
wiederum der Auslöser für die Engel, ihnen das Licht vom Stern über B. zu
bringen.
Im Anschluss an die szenischen Darstellungen wird gemeinsam die vierte Strofe
von „Stern über B.“ vorgetragen, der allen Hoffnung macht – auch den Zuschauern
- , dass auch zu Hause über dem eigenen Heim der Stern leuchten kann und dass
dieser helle Schein nun ausgeteilt werden soll.
Das „Stück“ ist damit zu Ende, aber Chor und Orchester tragen als Epilog alle
vier Strofen noch einmal im Zusammenhang vor, währenddessen alle anderen Akteure
mit brennenden Kerzen ins Publikum gehen und das Licht vom Stern über Bethlehem
zum Mitnachhausenehmen verschenken.