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WALDSCHULE BISSINGEN |
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74321 Bietigheim-Bissingen *
Panoramastr.2 Tel: (07142) 7790-60 * Fax: (07142) 7790-99 Internet: www.waldschule-bissingen.de E-Mail: sekretariat(at)waldschule-bissingen.de |
MSG
(Musik)|
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Im
Folgenden werden einige
MSG-Musik - "Projekte" aus dem Schuljahr 2003/04 sehr knapp
beschrieben, damit die Intentionen zu den
Videoclips
etwas deutlicher werden. Die Clips sind stark geschnitten, vermitteln aber
hoffentlich trotzdem einen Eindruck unserer Arbeitsweise. Sie zeigen sowohl
Anfangsmusizieren, -singen
und
-tanzen als auch Teile von fertigen "Produktionen" auf CD oder DVD. Ziel ist
nicht, perfekte "Stars" oder "Sternchen" zu präsentieren sondern mögliche
musikdidaktische Arbeitsweisen, fächerübergreifende Aspekte und Möglichkeiten
der projektorientierten Arbeit mit den anderen Bereichen von MSG aufzuzeigen.
Selbstverständlich kann das nicht von heute auf morgen und alles auf einmal
erreicht werden. Auch Rückschläge und Misserfolge wollen immer wieder
aufgearbeitet sein, sind jedoch für Lehrer und Schüler ständiger Quell neuer
Überlegungen. Vor allem soll gezeigt werden, dass die Schülerinnen und Schüler
Freude an dem praktischen Musikunterricht haben.
Die „Projektsplitter“ sind aufgeteilt in
3 Teile bzw. Videofilme von ca. 11´, 12´ und 9´ Spieldauer.
Klasse 5: I come from Alabama
Dieses Projekt zeigt das Zusammenwirken der Elemente von Musizieren,
Tanzen (Bewegen) und Gestalten. Singen war auch vertreten, so dass praktisch alle
musikalischen Elemente genutzt waren, aber leider ist dieser Clip verloren
gegangen und kann daher nicht gezeigt werden. Beim Musizieren kam es darauf an,
eine leichte Begleitstimme perfekt am Keyboard mit zu spielen. Das Gefühl für
Rhythmus und gleichmäßiges Spielen sollte geschult werden, ebenso das genaue
Hinhören (Playback) und das Achten auf den Nachbarn beim Gruppenmusizieren.
Es musste nicht perfekt sein – wie man im Video hört. Dieser Teil sollte eigentlich
mit dem Gruppengesang und dem Playback zusammengeschnitten werden , so die
Grundlage für einen Squaredance bilden und damit das Projekt abrunden. Aber aus
besagtem Grunde konnten wir dies leider nicht verwirklichen und die
Tanzgrundlage blieb ein Torso.
Gezeigt
werden also nur Arbeitsphasen, die in Klasse 5 noch relativ stark von der
Lehrkraft gelenkt sind, aber schon ein Muster für späteres eigenverantwortliches
Arbeiten darstellt. Anfangs gab es „Berührungsängste“ Jungen/Mädchen, aber das
legte sich rasch, nachdem Jungen/Jungen und Mädchen/Mädchen“ zusammen getanzt
hatten, aber was sie dann gar nicht so „cool“ fanden...
Der Song wurde als Playback mit Keyboard, der Software "Band in a Box" und "Cubase" als MIDI-File
erstellt, dem die Schülerbegleitung zugemischt wurde.
Der blaue Hintergrund ist eine so genannte Blue-Box, d.h. mit dem PC kann später
ein beliebiger Hintergrund dazugemischt werden, wie man später in vielen anderen
Clips sehen wird. Das blaue Tuch ist im Fachhandel erhältlich (zum Beispiel Fa
Gerriets GmbH, Tel. 07665-960-0;
www.gerriets.com).
Gern haben die Schülerinnen und Schüler die Rolle des „Callers“ beim Squaredance
übernommen und wenn man so will fächerübergreifend Englisch geübt.
Wie sonst in keinem anderen Fach waren die Schülerinnen und Schüler schon bald
mehr als heiß auf die „Lernkontrolle“, wenn sie ihre „Leistungen“ zum Schluss
der Stunde am Bildschirm begutachten durften. Wenn man dann die Begeisterung
auch der musisch nicht so starken Kinder sieht, fragt man sich, warum so etwas
irgendwann benotet werden muss, wodurch möglicherweise die Spontaneität , die
Freude am Tun und hohe Bereitschaft mit zu machen bei vielen wieder einen
erheblichen Dämpfer bekommt.
Klasse 5: Das Denkmal - Ist ein Mann in 'Brunnen g'fallen
Auch
bei diesem Projekt standen wieder Musizieren und Singen an erster Stelle. Die
einfache Melodie im Fünffingerraum war von jedem zu schaffen. Grundlage wiederum
ein vorbereitetes MIDI-File. Auch hier Zusammenführung von Selbstmusiziertem und
-gesungenem. Erste Solo-Versuche am Mikrofon. Erfinden und Arbeiten mit eigenen
Texten, Singen und Präsentieren Solo in der
Gruppe sowie Entscheidungen treffen,
welcher Text verwendet werden soll. Bei diesem Projekt im 2. Halbjahr wurde der
Sketch „Das Denkmal“ aus der Gruppe
MSG-Theater des 1.
Halbjahres
aufgegriffen und musikalisch weiter bearbeitet. (Einen Kurzausschnitt kann man
im Video-Clip sehen.) Kameraarbeit haben Schüler schon teilweise selbst
übernommen, ebenfalls die Arbeit am Audio-Mischer (Mikrofone). Erstmals zu sehen
ist der virtuelle Rapsfeld-Hintergrund (Blue-Box)

Klasse 6: Schick'
mir 'nen Engel
In
Klasse 6 wissen die Schüler schon einigermaßen sich zu präsentieren. Sowohl die
meisten Mädchen als auch Jungen haben nicht mehr so viel Scheu, sich vor Kamera
und Mikrofon zu produzieren. So fällt es leicht, auf
ihre Wünsche
einzugehen.
Als Solo trauen sich noch nicht viele, aber zu zweit oder zu dritt imitieren sie
gern ihre Lieblinge. Nebel und Wind mittels Maschinen von den Schülern selbst
eingesetzt, auch Kameraarbeit, Beleuchtung und Hintergrundwahl.
Klasse 6: Italo-/ American - Songs
Spaß
und Freude sollen bei
MSG
im Vordergrund stehen. Ein in Gruppen erarbeiteter Song-Mix bringt dieses
deutlich zum Ausdruck. Die Songs wurden nach eigener Wahl zusammen gestellt und
eingeübt. Jede Gruppe musste sich
präsentieren.
Die Unbefangenheit, mit der Schülerinnen und Schüler mit den Medien umgehen,
kann nicht früh genug angelegt und gepflegt werden. „Störenfriede in Mathe“ (die
Jungen in diesem Beitrag), die auch mit dem Mikrofon nur den Schalk im Nacken
hatten und anfangs nur Quatsch machten, merkten bald, dass auch sie etwas
konnten und schon war die Anstrengungsbereitschaft da. Leider funktioniert das
aber nicht immer...
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Video Teil 2:
Klasse 6: Jingle Bells
In der Vorweihnachtszeit wurde in der Klasse auch mal über Weihnachtsgeschenke
gesprochen. Irgend jemand der „Sechser“ hatte plötzlich die Idee, die Eltern zu
einem Adventsnachmittag einzuladen und dabei „Jingle Bells“ vor zu singen, aber
das fand die Mehrheit nicht gut. Dann schlug jemand vor, das Lied zu singen,
aufzunehmen und als Audio-Kassette mit nach Hause zu nehmen. Daraus wurde dann der Wunsch, ein Video zu drehen, Weihnachtswünsche
dazu zu sprechen und als Geschenk
auf
CD oder DVD zu brennen bzw. auf VHS zu überspielen. Aufgrund der mangelnden Zeit
wurde der Gesang zwar nicht „schön“, aber stolz waren alle und Spaß gemacht hat
es allemal. Da das Basis-MIDI-File eine Eigenproduktion war,
konnte der fertige Song mit den Weihnachtswünschen i
n
ganzer Länge überspielt und jedem Schüler mitgegeben werden, der einen Rohling
oder eine VHS-Kassette mitbrachte. Für das Kopieren wurden ältere Schüler
verpflichtet, die es gern taten und dadurch Anerkennung von den „Kleinen“
erhielten. Schön war, dass auch ausländische Weihnachtsgrüße zustande kamen. Auf
dem Clip kann leider nur ein Ausschnitt gezeigt werden.
Klasse 7: Every Day Girl
Die Arbeitsweise in Klasse 7 ändert sich bei Mädchen so gut wie nicht. Jungen
haben ihre pubertären Probleme und mögen sich was Stimme und tänzerische
Bewegungen angeht nicht mehr so gerne präsentieren. Sie übernehmen besser
technische Aufgaben am Audio-Mischpult oder erarbeiten Sequenzen am Musik-PC.
Auch Kameraarbeit oder
leichte
Video-Schnittfunktionen bereiten ihnen keine Präsentationsprobleme. Sie lernen
aber, dass das Herstellen von Musik eben etwas mehr ist, als sie nur zu
konsumieren. Mädchen probieren sich dagegen gern aus
(Schminke
etc.) und engagieren sich immer lieber mit Stimme und Körper. Sinnvoll genutzt
kann das vom musikalischen Wert her
durchaus
wertvoll sein, denn sie studieren die Profi-Clips ihrer Stars mit kritischen
Augen und versuchen zu imitieren. Dabei geht mancher auf, wie viel Mühe es
kostet, etwas Ordentliches zu erarbeiten und wie viel geschummelt werden kann
mit Stimme, Licht und Technik – und dies vor allem bei der professionellen
Musikproduktion.
Klasse 7: Come si fa
Dieser
Beitrag soll zeigen, dass auch Einzelpräsentationen schon in der Klasse 7 ihren
Platz haben können, aber auch dieses Ergebnis ist keine Einzelleistung. Das
Mädchen hat mit ihrer Gruppe zusammen lange an den Kameraeinstellungen
gearbeitet und den Titel x-mal gesungen, ehe er
geschnitten
werden konnte. Sie übte nicht nur im Unterricht, sondern auch in Schulpausen und
an Nachmittagen, wenn der Musiksaal frei war und sie keine Schule hatte.
Natürlich wurde diese Gruppe auch entsprechend beraten und die Endfassung hat
der Lehrer abgemischt, aber die CD machte in der Schule die Runde. Auch hier
leider nur „Splitter“ im Clip.

Klasse 8: Girls in the HouseWeitgehend selbstständig, aber noch unter Beratung durch den Musiklehrer und die Sportlehrerin, hat die Mädchengruppe ihren Titel sowohl choreographisch, gesanglich und gestalterisch erarbeitet. Auch die Bearbeitung der virtuellen Hintergründe lag zum Teil in den Händen der Mädchen. Auch wenn zwei der Mädchen immer wieder „aussteigen“ wollten, gelang es den anderen Gruppenmitgliedern, sie bei der Stange zu halten, um das Gruppenergebnis nicht zu gefährden. Am Schluss waren alle wirklich stolz auf ihre Präsentation.

Klasse 8: Usher - Mix
Usher-Fieber in der Klasse 8. Gleich zwei Jungen-Gruppen haben sich für die
Bearbeitung eines aktuellen Hits entschieden und wollten ihn unabhängig
voneinander bearbeiten. Konkurrent hebt das Geschäft!
In diesem Beispiel hebt die Gruppe auf Rap- und Breakeffekte ab. Die Gestaltungsidee stammt von den Schülern. Auch die Einstudierung und die
sportlichen Einwürfe haben sie sich selbst überlegt.

Auch bei diesem Projekt zeigt sich wieder, dass flüssiges Englischsprechen für
Hauptschüler durchaus leistbar ist. Es gibt doch zu denken, dass die gleichen
Schüler im Englischunterricht größte Schwierigkeiten haben, den Text einer Unit
auch nur annähernd so problemlos vorzutragen... Sage noch einer, Hauptschüler
können kein Englisch....

Klasse 8: Usher - Der Streit
Das zweite Usher-Beispiel soll die gewaltlose Aufarbeitung eines Konfliktes
zeigen. Eine Gruppe von Jugendlichen hänselt aufgrund schlechter
Basketballleistungen einen Jungen, der sich eigentlich rächen will. Er besinnt
sich aber auf seine Stärke beim Breaken und
zeigt was er kann. Das versöhnt die Gruppe und man zieht gemächlich davon. Die
Geschichte wurde von den Schülern erfunden, selbst in Szene gesetzt und gefilmt.
Lediglich beim Schneiden musste geholfen werden.
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Klasse 8/9: Rap-/ Schmusemusik
Die
gemischte Gruppe der Klassen 8/9 wollte sich ganz verschiedenen Musikstilen
widmen und diese dann mischen. Daraus wurde dann der Mix „Rap-/ Schmusemu“ .
Auch hier gestalteten die
Schülerinnen
und Schüler weitgehend selbstständig und
sie versuchten, die Musik eigenständig zu
interpretieren. Bewusst wurden harte und weiche Hintergründe (Vorweihnachtszeit)
zur Musik gewählt. Der Text des Solo-Rappers ist selbst gemacht, das Outfit passend zum Hintergrund und zur
Aussage der Musik.

Klasse 8/9: Tanzen:
Zwei
Mädchengruppen wollten reine, aber grundverschiedene Tänze ggf. mit angedeutetem
Singen (Mikrofone) erarbeiten. Gestaltung und Choreographie blieb ihnen
überlassen. Sie mussten die einzelnen
Projektschritte
dokumentieren, vor den anderen Gruppen erklären und begründen und schließlich
auch präsentieren. Videos wurden nur von Arbeitsphasen zur Selbstkontrolle
gefertigt. Gegenseitige gruppenübergreifende Hilfen waren erwünscht und wurden
auch geleistet.
Klasse 9: Aaliya
Zwei Mädchen hatten sich in Klasse 8 des Schuljahres 2002/03 schon mit in einem
Projekt mit der
Sängerin Aaliya beschäftigt. Sie entschlossen sich dieses wieder
aufzufrischen, anzureichen und
damit in die
HAP-Projektprüfung zu gehen. Im
Vortragsteil referierten sie über die Sängerin und deren Karriere.
Sie stellten Aaliya´s Lebensstil dem von schillernden Komponisten (Haydn, Mozart, Beethoven)
aus der Klassik gegenüber und verglichen die Musik von Aaliya mit Musikstilen
aus der Klassik sowie der Pop-Musik aus den 50er und 60er Jahre (Bill Haley,
Beatles, Elvis Presley). Außerdem gestalteten sie sowohl den tänzerischen, den
Gesangsteil und die beleuchtungs- und tontechnische Vorbereitung völlig
eigenständig. Technische Hilfe bekamen sie nur von Mitschülern, die beim
Musiklehrer als „Techniker“ in der Musik-AG (EBA) tätig sind. Der
Video-Clip
wurde übrigens nicht bei der Originalprüfung aufgenommen.
Gerold Siemer