|
WALDSCHULE BISSINGEN |
|
74321 Bietigheim-Bissingen *
Panoramastr.2 Tel: (07142) 7790-60 * Fax: (07142) 7790-99 Internet: www.waldschule-bissingen.de E-Mail: sekretariat(at)waldschule-bissingen.de |
Zunächst sollte man wissen, dass bei diesen Kurzbeschreibungen ausschließlich
auf die projektartige Erarbeitung von Songs und Tänzen eingegangen wird. Der
notwendige Anteil von Unterrichtsinhalten gemäß Bildungsplan im Fächerverbund
MSG, der Kompetenzenkanon und andere wichtige Aspekte bleiben hier bewusst
ausgeklammert, haben aber selbstverständlich auch ihren Platz. Andererseits soll
aber nicht verschwiegen werden, dass leider fachdidaktisches und musikalisch
notwendiges Grundwissen aus der Sicht eines Musiklehrers nicht mehr ausreichend
erarbeitet werden kann. Die Zukunft wird zeigen müssen, ob das Erreichen der
geforderten musikrelevanten Kompetenzen gemäß Bildungsplan in dieser Weise
wirklich realistisch ist.
Im früheren Fach Musik, also vor Einführung des neuen Bildungsplanes, wurde
schon viel projektartig gearbeitet. Praktischer Musikunterricht am Instrument
(Keyboards, Orff-Instrumentarium), Tanzen und Singen mit und ohne elektronischer
Hilfe waren selbstverständlich. Es wurde aber ausschließlich im Klassenverband
unterrichtet, so dass vieles nur ansatzweise realisiert und nur von der
Minderheit der Schülerinnen und Schüler erreicht werden konnte. Erst seit der probeweisen Einführung von MSG (inzwischen obligatorisch für Klassenstufe 5/6) mit
einer schulspezifischen Unterrichtsgestaltung können wir effektiver arbeiten.
Die notwendigen Kompetenzen sind zumindest in Teilbereichen besser von den
Schülerinnen und Schülern zu erwerben, auch wenn dies nicht für alle gilt. Aber
ob dies mit anderen Organisationsformen besser gelingt, bleibt abzuwarten.
Wichtig ist, dass die Schüler bei der Auswahl von Musikprojekten selbst
entscheiden können, welchen Titel sie bearbeiten möchten. Dies gelingt mit der
Zeit immer besser. Das Erarbeiten der Thematik erfolgt in der Regel in Gruppen
von 3-5 Schülern. Die Art der Präsentation entscheiden sie selbst, ist dann aber
verpflichtend. Ob Gesang, Tanz (Bewegung), Kameraarbeit, Schnitt am PC o.ä.
teilen die Schüler innerhalb der Gruppe ein. Der Umgang mit den technischen
Medien ist im Anfang sehr stark von der Hilfe des Lehrers abhängig, aber es ist
immer wieder erstaunlich, wie schnell sich interessierte Schüler bis zu einem
bestimmten Grad einarbeiten können. Unser Problem ist eher, dass aus
urheberrechtlichen Gründen nur Titel von gekauften CDs (nicht selbst gebrannte!)
verwendet werden dürfen. Und selbst das liegt in der Grauzone des Erlaubten. Es
dürfen nur Ausschnitte von kurzer Zeitdauer vom Original verwendet werden.
Das
ist auch einer der Gründe, warum nur „Splitter“ der fertigen „Produktionen“
gezeigt werden. Selbst wenn die Leadstimme eines Titels mit technischen Hilfen
am PC herausgefiltert bzw. abgeschwächt werden, scheinen die großen
Musikkonzerne hart zu bleiben. Hier wäre übrigens ein Feld, wo die Schulen
gemeinsam Ausnahmeregelungen anstreben sollten, denn was ist für unsere
Schülerinnen und Schüler motivierender, als mit ihren aktuellen Hits zu
arbeiten, sich aktiv mit ihnen auseinander zu setzen und nicht nur zu
konsumieren?
Wir haben über viele Jahre hinweg die sächlichen Voraussetzungen für den
projektorientierten Musikunterricht geschaffen und immer wieder unseren
Bedürfnissen angeglichen. Deshalb sind wir in der glücklichen Lage, mit
modernster Ausstattung wie z.B. Einbeziehung mehrerer leistungsfähiger PCs mit
Musikbearbeitungsprogrammen (Cubase Score, Wavelab, Band in a Box, Musikmaker,
Audiograbber, My Voice u.a.) und Videoschnittprogrammen (Adobe Premiere
6.5 und Studio 8) arbeiten zu können. Selbstverständlich werden auch
Schülerinnen und Schüler aktiv in die Produktionsprozesse einbezogen, um ihnen
Eindrücke zu vermitteln, wie komplex und schwierig es zum Beispiel ist, bis ein
Musiktitel steht:
[HIER KLICKEN] zum Projektsplitter MSG-Musik Schuljahr 2003/04 (mit Videos)
Gerold Siemer
Letzte Bearbeitung der Seite am: 19.11.2006