WALDSCHULE BISSINGEN
Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule

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Projekt Luft 2008Das "fliegende Klassenzimmer" oder:
Unterricht der Kl. 2b auf dem
Segelflugplatz Löchgau

Physik in der Praxis - "Fliegendes Klassenzimmer" 2008 für 15 Schüler der Waldschule

Zeitungsbericht der Bietigheimer Zeitung vom 2.07.2008


Bericht über das Projekt am 22.07.2006:

Klicken Sie auf ein Bild, um es größer anzuzeigen.

Nachdem wir im Unterricht schon eine ganze Menge zum Thema "Luft" erarbeitet hatten,
• Fallschirme, Propeller, Papierflugzeuge und Ufos gebastelt hatten
• durch verschiedene Experimente erfahren hatten, dass Luft bremst und trägt
von den ersten Flugversuchen des Schneiders von Ulm
und von "Rocko, dem Propellervogel" gelesen hatten
vom Hasen gesungen hatten, der "Segelflug übt wie Lilienthal"
das Gedicht "Flug durch die Nacht" "Flug durch die Nacht" gelernt  und illustriert hatten
• und sogar Besuch von einer echten Stewardess hatten, die wir mit unseren Fragen gelöchert haben (BILD folgt...)

konnten wir es kaum mehr erwarten, bis endlich unser "Flugtag" auf dem Segelflugplatz in Löchgau da war.

FlugzeughangarZuerst haben wir uns im Hangar versammelt. Das ist die "Garage für Flugzeuge"


Herr Wintrich, Lisas Papa, hat uns erklärt, wie wir uns auf dem Fluggelände zu verhalten haben.

Danach haben wir gemeinsam wichtige Fragen geklärt, z.B.
"Wieso fliegt ein Flugzeug und ein Auto nicht?"

"Das weiß doch jedes Baby!" werdet ihr sagen, "weil ein Auto keine
Tragflächen hat natürlich!"
Das stimmt schon, aber wenn ihr’s genauer wissen wollt, macht einmal folgenden Versuch:

1. Nehmt 2 längliche Blätter aus festem Papier
2. Macht oben einen Knick hinein
3. Zieht sie über eine Tischkante, damit sie sich etwas durchbiegen

4. Haltet sie gegeneinander wie auf dem Bild

5. Pustet oben in den Spalt hinein

6. Was passiert???
Die Blätter "kleben" zusammen! Seht ihr’s?



Dasselbe passiert an der Tragfläche eines Flugzeugs – nur eben waagerecht: Da, wo die Luft "hinpustet", geht die Tragfläche hoch!

Eine andere interessante Frage ist die: "Hat ein Segelflugzeug einen Motor?"

Ja, die Sonne! Sie erwärmt den Boden, der Boden erwärmt die Luft, erwärmte Luft steigt auf und treibt das
Segelflugzeug an!

Nach so viel Theorie durften wir endlich die Flugzeuge aus der Nähe betrachten.

Das ist das Cockpit. Hier sind die Armaturen mit Kompass, Funkgerät, Variometer (der zeigt an, ob es rauf oder runter geht) und Höhenmesser. Ein Segelflugzeug kann bis 270 m über dem Meeresspiegel fliegen und 85-250 km/h erreichen.

SteuerknüppelHier seht ihr den Steuerknüppel
Mit ihm bewegt man das Querruder an den Tragflächen. Das braucht man zum Kurvenfliegen.
Das Seitenruder wird mit den Füßen bedient. Und dann gibt es noch das Höhenruder.


Endlich werden die Flugnummern ausgeteilt.
E
ndlich werden die Flugnummern ausgeteilt.


Und dann geht’s zum Start.
 


Beim Windenstart wird das Flugzeug an ein Seil am Startauto angehängt
und in 2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.


Wenn das Flugzeug in der Luft ist, wird das Seil ausgeklinkt


Wir hatten 2 Segelflugzeuge mit verschiedenen Einstiegsklappen

 

Bevor man einsteigt, bekommt man einen "Rucksack" auf den Rücken geschnallt.
Da ist der
Fallschirm drin - für den Notfall.


Dann erklären die Piloten den CO-Piloten, worauf sie achten müssen


 

Gleich kann’s losgehen. Die ersten Co-Piloten:

und Co-Pilotinnen: sind schon bereit.

Jetzt muss nur noch abgewartet werden,

bis vom Tower das "O.K." gegeben wird, und dann geht’s hoch in die Lüfte.
Wenn es die Thermik zulässt, dauert eine Flugrunde ca. 10 Minuten und führt bis nach Bissingen über die Waldschule oder nach Bietigheim über’s Ellental.


Nach der Landung
gibt es strahlende Gesichter

Wer auf seinen Start warten muss, macht solange Picknick

 

 

baut sich ein "Lägerle" im Wald

oder lässt sich’s schmecken

 

Am Schluss konnten wir noch zuschauen, wie ein Segelflugzeug in den Anhänger verladen wird


Zuerst werden die Tragflächen aus dem Rumpf herausgezogen


und hochkant an den beiden Seiten des Anhängers gelagert.


Danach wird der Rumpf auf einer Schiene in den Anhänger hineingeschoben

 

Wer Zeit bis zum Abend hatte, konnte später noch beim Beringen der Schleiereulen mit dabei sein. Das könnt ihr aber in 2 Zeitungsberichten nachlesen!
  
Ja, und jetzt müssen wir natürlich noch überlegen, was das alles mit dem Bildungsplan zu tun hatte, also am Flugtag selber haben wir
• über Naturphänomene gestaunt
• Fragen zu Naturphänomenen gestellt
Im Unterricht vorher hatten wir
• Einfache Experimente mit und ohne Anleitung durchgeführt, beobachtet und dokumentiert
• Naturerfahrungen miteinander verglichen, geordnet und Regelmäßigkeiten aufgespürt
• Beispiele wichtiger technischer Erfindungen aus dem Alltag kennengelernt
• Vorbilder für Erfindungen in der Natur entdeckt und beschrieben
• und einfache Gegenstände selber hergestellt

Das alles steht in den Kompetenzbereichen 7 und 8 des
MeNuK- Planes.
Und natürlich haben wir so ganz nebenbei auch noch gelesen, gesungen, gestaltet und das Ganze dann Herrn Wintrich und den anderen Eltern vorgeführt…

Schön war’s!

Gisela Frank