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WALDSCHULE BISSINGEN |
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Das "fliegende Klassenzimmer" oder:Physik in der Praxis - "Fliegendes Klassenzimmer" 2008 für 15 Schüler der Waldschule
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Nachdem wir im Unterricht schon eine ganze Menge zum Thema
"Luft" erarbeitet hatten,
• Fallschirme, Propeller, Papierflugzeuge und Ufos gebastelt hatten
• durch verschiedene Experimente erfahren hatten, dass Luft bremst und trägt
• von den
ersten Flugversuchen des Schneiders von Ulm
und von "Rocko, dem Propellervogel" gelesen hatten
•
vom
Hasen gesungen hatten, der "Segelflug übt wie
Lilienthal"
• das Gedicht "Flug durch die Nacht"
gelernt und illustriert hatten
• und sogar Besuch von einer echten Stewardess hatten, die wir mit unseren
Fragen gelöchert haben (BILD folgt...)
konnten
wir es kaum mehr erwarten, bis endlich unser "Flugtag" auf dem
Segelflugplatz in Löchgau da war.
Zuerst
haben wir uns im Hangar versammelt. Das ist die "Garage für Flugzeuge"
Herr Wintrich, Lisas Papa, hat uns erklärt, wie wir uns
auf dem Fluggelände zu verhalten haben.
Danach haben wir gemeinsam wichtige Fragen geklärt, z.B.
"Wieso fliegt ein Flugzeug und ein Auto nicht?"
"Das weiß doch jedes Baby!" werdet ihr sagen, "weil ein Auto keine
Tragflächen hat natürlich!"
Das stimmt schon, aber wenn ihr’s genauer wissen wollt, macht einmal folgenden
Versuch:
1. Nehmt 2 längliche Blätter aus festem Papier
2. Macht oben einen Knick hinein
3. Zieht sie über eine Tischkante, damit sie sich etwas durchbiegen
4.
Haltet sie gegeneinander wie auf dem Bild
5.
Pustet oben in den Spalt hinein
6. Was passiert???
Die Blätter "kleben" zusammen! Seht ihr’s?
Dasselbe passiert an der Tragfläche eines Flugzeugs – nur eben waagerecht: Da,
wo die Luft "hinpustet", geht die Tragfläche hoch!
Eine andere interessante Frage ist die: "Hat ein Segelflugzeug einen Motor?"
Ja, die Sonne! Sie erwärmt den Boden, der Boden erwärmt die Luft, erwärmte Luft
steigt auf und treibt das
Segelflugzeug an!
Nach so viel Theorie durften wir endlich die Flugzeuge aus der Nähe betrachten.
Das
ist das Cockpit. Hier sind die Armaturen mit Kompass,
Funkgerät, Variometer (der zeigt an, ob es rauf oder runter geht) und
Höhenmesser. Ein Segelflugzeug kann bis 270 m über dem Meeresspiegel fliegen und
85-250 km/h erreichen.
Hier
seht ihr den
Steuerknüppel
Mit ihm bewegt man das Querruder an den Tragflächen. Das braucht man zum
Kurvenfliegen.
Das Seitenruder wird mit den Füßen bedient. Und dann gibt es noch das
Höhenruder.
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Endlich werden die Flugnummern ausgeteilt.
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Und dann geht’s zum Start.
Beim Windenstart wird das Flugzeug an ein Seil am Startauto angehängt
und in 2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.
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Wenn das Flugzeug in der Luft ist, wird das Seil ausgeklinkt
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Wir
hatten 2 Segelflugzeuge mit verschiedenen Einstiegsklappen
Bevor
man einsteigt, bekommt man einen "Rucksack" auf den Rücken geschnallt.
Da ist der
Fallschirm drin - für den Notfall.
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Dann
erklären die Piloten den CO-Piloten, worauf sie achten müssen
Gleich kann’s losgehen. Die ersten Co-Piloten:
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und Co-Pilotinnen:
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sind
schon bereit.
Jetzt
muss nur noch abgewartet werden,
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bis
vom
Tower das "O.K." gegeben wird, und dann geht’s hoch in die Lüfte.
Wenn es die Thermik zulässt, dauert eine Flugrunde ca. 10 Minuten und führt bis
nach Bissingen über die Waldschule oder nach Bietigheim über’s Ellental.
Nach der Landung
gibt es strahlende Gesichter
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Wer
auf seinen Start warten muss, macht solange Picknick
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baut
sich ein "Lägerle" im Wald
oder lässt sich’s schmecken
Am
Schluss konnten wir noch zuschauen, wie ein Segelflugzeug in den Anhänger
verladen wird
Zuerst
werden die Tragflächen aus dem Rumpf herausgezogen
und
hochkant an den beiden Seiten des Anhängers gelagert.
Danach
wird der Rumpf auf einer Schiene in den Anhänger hineingeschoben
Wer Zeit bis zum Abend hatte, konnte später noch
beim
Beringen der
Schleiereulen mit dabei sein. Das könnt ihr aber in 2 Zeitungsberichten
nachlesen!

Ja, und jetzt müssen wir natürlich noch überlegen, was das alles mit dem
Bildungsplan zu tun hatte, also am Flugtag selber haben wir
• über Naturphänomene gestaunt
• Fragen zu Naturphänomenen gestellt
Im Unterricht vorher hatten wir
• Einfache Experimente mit und ohne Anleitung durchgeführt, beobachtet und
dokumentiert
• Naturerfahrungen miteinander verglichen, geordnet und Regelmäßigkeiten
aufgespürt
• Beispiele wichtiger technischer Erfindungen aus dem Alltag kennengelernt
• Vorbilder für Erfindungen in der Natur entdeckt und beschrieben
• und einfache Gegenstände selber hergestellt
Das alles steht in den Kompetenzbereichen 7 und 8 des
MeNuK-
Planes.
Und natürlich haben wir so ganz nebenbei auch noch gelesen, gesungen, gestaltet
und das Ganze dann Herrn Wintrich und den anderen Eltern vorgeführt…
Schön war’s!
Gisela Frank